Mittwoch, 13. August 2014

Alles glänzt

...so schön neu! (Heute hab ich mal wieder ein wenig Peter Fox im Ohr...)
Ich befinde mich gerade an einem ziemlich schönen, verwirrenden, erfreuenden, durcheinanderbringenden, in-Hochstimmung-versetzenden, irritierenden Punkt in meinem Dasein. Ich wohne jetzt seit fast einem Jahr in dieser neuen, großen Stadt, fühle mich wohl, bin ich selbst, kenne super Leute, bin frisch verliebt in einer tollen neuen Beziehung und bewahre weiterhin guten Kontakt zu meiner Familie und zu den Leuten, die ich bisher kannte. Ich bin gesund, mein Studium läuft wirklich gut und mir fehlt es wirklich an nichts. Ich bin also der Definition nach super glücklich! Und das bin ich in der Tat! Ich bin glücklich und zufrieden, es läuft so, wie ich es mir nie hätte erträumen können.

Was mich allerdings weiterhin beschäftigt, ist der Versuch, das ganze zu verarbeiten. Ich verstehe nicht, wieso das so ist, aber aus irgendeinem Grund habe ich manchmal das Gefühl, nicht verdient zu haben, mich so zu fühlen, oder dass ich einfach nicht damit umgehen kann, da zu sein, wo ich bin! Ich hab mir vielleicht häufig ein anderes Leben vorgestellt oder bin mit der Vorstellung groß geworden, es ginge um Karriere und Familie und dem Bild zu entsprechen, das die Gesellschaft gerne erfüllt sähe. Aber das bin nicht ich, nie gewesen!
Womit ich mich dann jetzt konfrontiert sehe, ist die Frage, wo ich stattdessen hin möchte? Ich habe einfach das Gefühl, meine Welt und meine Vorstellung von meinem Leben sei auf den Kopf gestellt. Der Mann, den ich liebe, legt so wunderbar viel wert auf Zwischenmenschlichkeiten, Verlässlichkeit, Vertrauen, Verständnis füreinander und ein gutes Miteinander. Es geht ihm um die - von vielen als solche bezeichneten - "kleinen Freuden des Lebens", die wirklich beflügeln und dazu beitragen, sich gut fühlen zu können. Genau das ist es, was ich immer befürwortete! Und ich BIN glücklich, es fühlt sich genau richtig an, endlich ICH sein zu können, ohne mich verstellen zu können, und den Prinzipien nachgehen zu können, die ich immer vertrat. Das einzige Problem ist, dass ich mich nicht SICHER fühle.
Ich fühle mich bisweilen, als sei ich in einer Traumwelt, als sei es mir nicht vergönnt, wirklich zu genießen, wie es ist, weil es eh enden werde. Dass es nicht immer so sein könne. Und dass DAS, was gerade um mich herum passiert, nicht real sein kann, weil es, wie gesagt, nicht dem entspricht, was ich bisher kennenlernte. Und weil ich nicht weiß, was auf diesen Zustand überhaupt folgen kann oder soll.

Es ist wirklich alles großartig, so, wie es ist. Aber wohin führt das? Irgendwann muss ich doch einen Beruf ergreifen. Irgendwann sollte ich heiraten und Kinder bekommen, die ich groß ziehe. Kann ich aus diesem Lauf der Dinge einfach "aussteigen", weil ich nicht das Gefühl habe, dort hinein zu passen? Geht das wirklich? Will ich stattdessen irgendein alternativeres Leben führen? Würde mich das glücklich machen? Was würden Leute dazu sagen, die ich kenne, und deren Meinung mir wichtig ist? Sollte ich erstmal meinen eigenen Weg alleine gehen? - kann ich das überhaupt?!?!

Ich habe das Gefühl, dass ich mich manchmal einfach bloß anderen Menschen anschließe: obs deren Lebensstil betrifft oder nur einzelne Entscheidungen und Momente. Mir fehlt gerade vielleicht bloß ein wenig "ich" in dem Netz von Menschen und Dingen, die mich umgeben. Ich rotiere zwischen Uni, Haushaltskram, meiner Familie, meinen Freunden von damals, neuen Freunden und meinem Freund natürlich. Ich versuche immer, alles richtig zu machen und allem gerecht zu werden - jetzt, da sich aber die Ansprüche, denen ich diesem Konzept nach gerecht werden müsste, nicht mehr decken, wird es wohl Zeit, eigene zu entwickeln, bzw. endlich mal auszugraben und mich zu trauen, denen auch nachzugehen. Ich drehe mich zu sehr um andere, ICH bin jetzt mal an der Reihe!

Was genau ich mit diesem Beitrag auszudrücken vermochte, ist mir selbst ein Rätsel... Aber es brachte ein wenig Struktur in meinen wirren Kopf, der immer überall ist.

Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel von mir, meinen Mitmenschen, dem Menschenleben an sich. Vielleicht auch nur, weil ich den eigentlichen Sinn dahinter noch nicht verstanden habe oder für mich noch nicht gefunden habe: Was möchte ich mit meinem Dasein erreichen? Welche Dinge erleben, welche Orte sehen, welche Ziele ansteuern, welche Eigenschaften erfüllen?
Wo will ich hin? - wer will ich sein? DAS sind meine Fragen.

Aber genug dazu: mir gefällt zumindest seeeehr, wer und wo ich bin! Bisher ist das wirklich wundervoll, und ist es nicht das, was erst einmal zählt, auch wenn die Ansicht vielleicht ein wenig naiv ist? Auf das, was kommt und was mir begegnen wird, habe ich eh keinen Einfluss. GENUSS des hier und jetzt, darum geht es!

To-do: weniger fragen, mehr genießen! :)

Montag, 5. Mai 2014

Erfolgskunst

Es ist nicht die Kunst, einen Neustart zu wagen.
Sondern das, was man bereits hat, zu schätzen und zu wahren.

Donnerstag, 24. April 2014

Nachtrag

Mir kam gerade ein Gedanke, woran folgendes liegen könnte.
Das Szenario, das sich bei mir jedes Mal abspielt:
Ich lerne einen Menschen kennen und sehe in diesem zunächst nur Gutes. Alles, was diesem Bild nach und nach nicht entspricht, verpacke ich in einer Art "Fass", für jeden meiner nahestehenden Menschen eins. Wenn dieses dann aber überläuft, und mein Knoten platzt, sodass ich meinem Gegenüber all das, was sich ansammelte, an den Kopf knalle, wird mir selbst erst so richtig bewusst, was mich die ganze Zeit über störte oder verletzte. Da mich dadurch alles auf einmal überrumpelt, bin ich im Endeffekt dermaßen pikiert und muss endlich all diese Dinge gleichzeitig vernünftig verarbeiten, dass ich dieses Gegenüber ab dann nicht mehr ertragen kann!

Ich fürchte, das muss sich ändern. Bis jetzt wurde ich durch diese Handhabung am meisten verletzt. So kann das nicht weiter gehen, ich muss vorsichtiger werden! Ich darf mich nicht mehr derart für andere, die es nicht wert sind, aufopfern, zumindest nicht mehr in diesem Maße.

Warum bin ich nur dazu verdammt, solch ein Selbstanalysierender und -reflektierender Mensch zu sein?!

Betrübt

Nun befinde ich mich in einer etwas anderen Verfassung... Wie das nun mal manchmal so ist.
Ich fühle mich in meiner neuen Stadt immer wohler und heimeliger und merke, dass ich nicht mehr den Drang verspüre, zu meiner Familie oder alten Freunden fliehen zu müssen.
Was mich nun aber beschäftigt, ist meine Enttäuschung über so manches menschliches Verhalten... und darüber, dass sich eine meiner schwierigsten Eigenschaften noch nicht aufgelöst hat: mit derjenigen Person, auf die sich meine Gefühle und Gedanken beziehen, über eben diese zu reden. Ich kann das einfach nicht. Konnte ich noch nie! Deswegen schreibe ich wohl ab und an diese Beiträge hier... Wenn ich bisher eins wirklich gelernt habe, ist es, mein Befinden zu verbergen und den Anschein zu erwecken, alles sei formidabel. Ich habe immer alles mit mir selbst ausgemacht, verpackt, versteckt, in dieser Reihenfolge. Wenn das Fass dann aber mal überläuft, ist mit mir nicht gerade gut Kirschen essen. Dann falle ich, während in diesem Moment alles zusammen kommt und gebündelt endlich mal meinen Mund und mein Herz verlässt, förmlich in mir zusammen, für einen Moment befreit von meinen Lastern. Danach folgt jedoch regelmäßiges Unvermögen, diejenige Person noch in meiner Gegenwart zu ertragen - woran auch immer das liegen mag!
Zumindest habe ich mittlerweile so manche Ventile gefunden, um nicht immer alles in mich hinein zu fressen: ich schreibe es entweder auf, oder kann mich einigen guten Freunden anvertrauen. Nur eben nicht der Person, auf die sich meine Gedanken/Gefühle beziehen, oder die meinen Zustand hervorruft. FUCK! Das ärgert mich so sehr!!

Nun bin ich also wieder an dem Punkt angelangt, dass das Fass überzulaufen droht, und zwar mächtig! Ich wurde mehrfach von einem Mann (emotional) verletzt, für den ich dennoch einiges zu empfinden scheine. Sobald ich diese Mauer nun aber fallen ließe, um ihm zu sagen, was ich empfinde und was mich verletzt hat, gäbe es nur noch zwei Möglichkeiten: ich würde mich vermutlich hoffnungslos (wortwörtlich! Hoffnung besteht da nämlich nicht so recht.) in ihn verlieben, oooooder mir selbst durch das Gespräch einiges eingestehen und realistisch werden lassen. In beiden Fällen könnte ich seine Gegenwart nicht mehr ertragen, es wäre zu schmerzhaft. Wir könnten dann also keine Freunde mehr sein, die wir zur Zeit irgendwie sind und irgendwie nicht sind.
Aber weil er mir als Mensch unglaublich viel bedeutet und ich mich bei ihm zu Hause, wohl und nach mir selbst fühle, kann ich dieses Risiko momentan nicht eingehen. Er ist der einzige Mensch, den ich immer um mich haben kann und auf den ich völlig zählen kann!

Bisher überwiegt also, radikal formuliert, der Eigennutz dem Selbstschutz. Ich bin gespannt, ob ich das in der Form aufrecht erhalten kann, oder wann der Knoten wirklich platzt.

Mittwoch, 19. März 2014

Back in the hood!

Nun meld' ich mich mal wieder! Nachdem ich die letzten Minuten damit verbrachte, einige meiner letzten Beiträge zu lesen, bin ich ein wenig verwirrt... Ich stelle fest, dass ich mich verändert habe - ich denke, fühle und handle anders, als mein Blogger-vor-einem-Jahr-Ich es getan hätte. Dazu gehörten einige radikale Erfahrungen + einem sehr schleichenden Prozess... Seit ich ausgezogen bin, um zu studieren (vor einem halben Jahr), habe ich den Eindruck, mehr Möglichkeiten und vor allen Dingen die Zeit und den Freiraum dazu zu haben, zu sein, wie ich wirklich bin, und all die Jahre unbedingt sein wollte. Mit dieser Person, die ich bin, fühle ich mich unfassbar wohl, das bedeutet mir sehr viel. Ähnlich sieht's mit der neuen Stadt, den Veränderungen und den neu kennengelernten Menschen meines Umfeldes aus, ich hab schweinisches Glück gehabt!!

Dennoch bin ich ab und an ein wenig durcheinander, weil ich immer wieder viel Zeit bei meiner Familie daheim verbringe und somit mit sämtlichen Emotionen und Personen aus "alten Zeiten" konfrontiert werde, was nicht immer leicht fällt.
Außerdem fällt nicht jeder Tag in einer immer noch etwas "fremden Welt" leicht, besonders, wenn man dort ungewohnt viel Zeit alleine verbringt (allerdings ohne sich dabei einsam fühlen zu müssen).

Ich muss erst noch lernen, diese neuen Gegebenheiten gut zu verpacken... Außerdem sollte ich wohl seltener nach Hause fahren, wenn ich in der neuen Stadt ein eigenes Leben aufbauen möchte, in dem ich endlich die Person sein kann, die ich sein möchte, ohne mich dem kritischen Urteil meiner Familie beugen zu müssen.

Alles in allem fühle ich mich also viel wohler als erwartet - unfassbar, wie schnell man sich an ein gänzlich neues Leben gewöhnen kann :)

Donnerstag, 13. Juni 2013

Unwissenheit

Ich habe jemanden kennengelernt, der möglicherweise in großer Unwissenheit über sich selbst schwelgt. Manchmal glaube ich, er weiß nicht, was er fühlt oder dass er fühlt.
Da er sich selbst nicht wirklich versteht, versteht er auch mich nicht immer.

Samstag, 17. November 2012

morgendlich

früh aufgestanden, Spiegelei, Marmeladentoast und Kaffee zum Frühstück, ein immernoch schlafendes Haus,was meine familäre Mitbewohnerschaft angeht, sowie fleißige Produktivität meiner Wenigkeit - der heutige Morgen beginnt um einiges besser als der gestrige! YES :)

Freitag, 16. November 2012

abendlich

Hahaha, ich sitze hier gerade ein Bierchen süffelnd herum, bisschen vollgeräumt mit Schulkram und gucke nebenbei the social network und blogge darüber - da fühl ich mich doch schon fast wie Mark Zuckerberg himself :D

Nachdem der erste Teil des Tages ein wie-im-Buche-stehender Scheißtag war, ist der zweite Teil des Tages nun ziemlich chillig-geil, freue mich auf's weitere Wochenende :)

Montag, 12. November 2012

i think i maybe think too much

Hey, Freunde!
Ich finde es verwunderlich, wie wenig man sich an Gefühle erinnern kann.. Ich bin ein Mensch mit Stimmungsschwankungen, und wenn ich gerade richtig gute Laune habe und glücklich bin, und versuche, mich an Trauer oder Unzufriedenheit als Gefühl zu erinnern, fällt das extrem schwer! Erst, wenn dann der "Absturz" kommt, ist das Gefühl wieder da. Genauso ist es in deprimierten Momenten, da kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich mal zufrieden war oder wieder sein kann. Irgendwie empfinde ich gefühle als schwierig fassbar und in-die-Irre-führend, aber ich denke, das ist normal :p
Ich denke, manchmal denke ich zu viel.. :D
"i think i maybe think too much" - ich glaube, das hab ich aus "blow me" von Pink ;)

Aber glücklicherweise war das ein absolut glückliches Wochenende mit Freunden, an dem ich nicht darüber nachdenken musste, wie es sich anfühlt, glücklich zu sein :)

Euch wünsch ich noch einen schönen Tag!

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